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sporting hamburg, Stadtsportmagazin,
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Auch wenn wir uns wiederholen, aber das Schöne an unserem Magazin ist, dass wir immer so nette Menschen treffen.

Eine davon ist z. B. auch Anne Schröder, vom Der Club an der Alster, sie ist 28, Hockeyspielerin und Psychologin. Was wir gleich vorab erwähnen, weil wir auch so viel über ihren Job gesprochen haben. Und zwar unter anderem über den Anteil einer mentalen, psychologischen Komponente bei Spitzensportler:innen, ein weites Feld, by the way. Anne spielt in anderthalb Wochen Europameisterschaften (Frauen und Männer) im Hallenhockey – andere wären schwer aufgeregt, Anne nicht – und das sogar hier in Hamburg, in der Sporthalle Hamburg in Winterhude. Ihr Hometurf. Sie sagt: „Jahrelang habe ich morgens früh in der Halle nebenan Athletik- und Sprinttraining gehabt, deswegen fühlt sich das“, wie Hamburg für sie überhaupt, „alles sehr zuhause an.“ Anne ist nämlich in Krefeld aufgewachsen, ganz schön da, eine westfälische Hockey-Hochburg, entschied sich dann aber für die Hochburg Hamburg. „Auch mein Studium war ausschlaggebend“, merkt sie an, und wir stellen fest, dass die Hockeys in Sachen Ausbildung und Fokus irgendwie immer sehr gut aufgestellt sind. „Ich fahre schon immer zweigleisig“, sagt sie, „habe hier mein Bachelor-Studium gemacht, dann meinen Master.“ Aktuell wird sie Psychotherapeutin, will zukünftig halb klinisch arbeiten, wenn möglich aber die andere Hälfte am liebsten in Sachen Sportpsychologie. „Mein Interesse an Psychologie hat sich erst aus dem Sport heraus entwickelt“, schildert sie. „Wir haben regelmäßig mit Therapeut:innen zusammengearbeitet, ich bin da massiv sensibilisiert.“

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Trotz der vielen Einflüsse im Hockey schätzt sie, dass der mentale Anteil, die Kopfarbeit, bei 20 bis 30 % liegt. Dass das Team, das in Tokio schlimm auf die Mütze gekriegt hat, ein Jahr später bei der WM 4. wird, „dass wir die Argentinierinnen, die uns in Tokio ziemlich blamiert haben, jetzt im Sommer fast geschlagen haben, nur weil wir besser miteinander umgehen, mit einer ganz anderen Einstellung in die Spiele gehen“, belegt das. Da will sie ran, bei ihren zukünftigen Sportler:innen; aber auch die klinischen Patient:innen, Thema Depressionen, haben ihr es sehr angetan. Ein großes Thema. Anne ist da ehrgeizig und maximal klar beieinander, will und kann helfen.

Jetzt bei der EM werden wir uns deswegen wohl hoffentlich auch keine Sorgen machen müssen. „Ich gehe davon aus, dass wir ziemlich weit kommen und uns am Ende mit den Holländerinnen battlen werden“, wie so oft. Speziell: „Ein paar starke Nationen im Feldhockey, wie Australien und Argentinien, treten in der Halle gar nicht an, die Holländerinnen schicken Hallen-Pros, und andererseits gibt es Nationen wie Polen und die Ukraine, die in der Halle extrem stark sind.“ In Deutschland ist beides cool und Trainer Valentin Altenburg nutzt die Hallen-EM (07. bis 11. Dezember, Sporthalle Hamburg, alle Infos unter: magazin.hockey.de/articles/18_tage_bis_zur_hallen_em) auch ein bisschen für Teambuilding, eine gute, hoffentlich erfolgreiche Zeit miteinander. Wie lieb. Im Kader sind laut Anne 12 Spielerinnen, 6 davon aus Hamburg. Also, Hingehen lohnt sich sowieso. Und gewinnen wollen sie noch lieber, am liebsten. Und dann will Anne noch nach Paris 2024, dann ist sie nämlich 30 und das wäre ein schönes Karriereende, interpretieren wir, und deswegen haut sie auch hier in Hamburg ordentlich einen raus, Schluss mit lieb. Das wünschen wir ihr.

Und Euch wünschen wir viel Glück, denn unsere Freunde von PECO hauen zwei Freitickets raus, das ist jetzt wieder lieb. Bitte schickt eine Mail an:
info@sporting-magazin.de ,
Betreff: Krefeld ist auch schön.

Copyright Fotos: World Sport Pics, Max Hildebrandt, privat

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